Nachhaltiges Energie-Management in der Lebensmittel-Produktion

Partner: ERST Elektro- und Regeltechnik Steiner, Standort: Sinnersdorf

Energiemanagement in der Lebensmittelindustrie

Wie mit der Kraft der Sonne österreichische Hausmannskost nachhaltig und effizient an den Gefrierpunkt gebracht wird.

Das steirische Familienunternehmen Meisterfrost ist Hersteller von süßen und pikanten Produkten aus der österreichischen Hausmannskost. Frischeste Zutaten, hauptsächliche regionale Rohstoffe, in Verbindung mit langjähriger Erfahrung und handwerklicher Tradition garantieren höchste Produktqualität. Die Marke Meisterfrost wird direkt und als Fremdmarke im Handel vertrieben. Das Unternehmen setzt seit einigen Jahren auf nachhaltige Energieversorgung aus Sonnen- und Wasserkraft. Für maximale Effizienz bei der Energiegewinnung und -nutzung wurden Anfang 2020 die installierte Photovoltaik-Anlage und die Trafo-Stationen mit evon XAMControl vernetzt. Damit wurde der Grundstein für ein smartes Energie-Management-System gelegt.

Minimaler Aufwand, maximale Kontrolle

Bereits vor Installation von evon XAMControl konnten die 26 Wechselrichter (Fronius und SMA) einzeln überwacht werden. Datenvergleich, Analyse und das Management von Störungen waren aber zeitaufwändig, fehleranfällig und mühsam. Ein Vergleich der anfallenden Daten untereinander war mühselig. Auftretende Störungen und Ausfälle blieben teilweise unbemerkt. Ebenso war die Fehlersuche und deren Behebung aufgrund nicht vorhandener Vernetzung der PV Anlage mit dem System nur vor Ort möglich und mit längeren Suchzeiten der Fehlerquelle verbunden.
Mit der Installation von evon XAMControl in einer virtuellen Umgebung wurden alle Trafo-Stationen und die PV-Wechselrichter übersichtlich in ein System zusammengefasst. Störungs- und Alarmmeldungen werden unmittelbar und punktgenau angezeigt und per SMS und E-Mail weitergeleitet. Damit verkürzt sich die Reaktionszeit deutlich, zugleich wird die Lokalisierung von Fehlerquellen auf ein Minimum reduziert.
Sämtliche Abgänge der Trafos wurden mit WAGO-Messklemmen ausgestattet. Dadurch wurde die laufende Erfassung des Energieverbrauchs und eine detaillierte und permanent dokumentierte Leistungsmessung ermöglicht.
Mit evon XAMControl wird nun erstmalig auch die gesamte Steuerung der Haustechnik für Heizung, Kühlung und Lüftung des Betriebs zentral überwacht. Die bereits vorhandenen Steuerungen (Hersteller Omron) aus der Bestandsanlage konnten problemlos mittels Modbus-TCP in XAMControl eingebunden werden.

Klimaneutrale Produktion

Die laufende Datenkontrolle spielt eine zentrale Rolle, da das Unternehmen durch Förderungen der OeMAG (Abwicklungsstelle für Ökostrom) daran gebunden ist, einen festgelegten Anteil
an erzeugter Energie in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen. Obwohl deshalb dem Betrieb noch nicht die gesamte Menge an Energie zur Verfügung steht, kann die Produktion bereits heute vollständig mit Sonnenenergie und somit CO2-neutral betrieben werden.

Kühlen mit Köpfchen

Eine dynamische Regelung auf Basis von evon XAMControl wird es in Zukunft ermöglichen, die gesetzlich vorgeschriebene Toleranz von +/- zwei Grad im Kühlraum bestmöglich auszunutzen. Dadurch können bei Energieüberschuss die Kühlräume auf die minimal zulässige Temperatur gekühlt und gehalten werden, statt überschüssige Energie in das öffentliche Stromnetz einzuspeisen. Die genaue Überwachung und Dokumentation der Temperatur in den Kühlräumen spielt eine essentielle Rolle bei IFS-zertifizierten Betrieben (International Featured Standards). Die Temperaturkontrollen sind verpflichtend, um die dafür notwendigen HACCP-Richtlinien für die Lebensmittel-Sicherheit einzuhalten (HACCP - Hazard Analysis and Critical Control Points-Konzept; deutsch: Gefahrenanalyse und kritische Kontrollpunkte).

Sonnige Aussichten

In den nächsten fünf Jahren werden noch rd. 50% der gewonnenen Energie in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Danach steht dem Betrieb 100% für den Eigenbedarf zur Verfügung. Bis dahin wird die Zeit aktiv genutzt, um Konzepte für ein effizientes Energiemanagement auszuarbeiten und zu optimieren. Das Ziel ist die klimaneutrale Kühlung aller Produkte allein durch die gewonnene Energie der PV-Anlagen.

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